Wachstumsschub. Tabea Heinicker sammelt wieder 12tel Blicke ein.
Ende April beeindruckten mich all die Wolken im spiegelblanken See. Dessen Bewohner flatterten hin und her, in all dem Erwachen auch lebhafte Revierkämpfe und einträchtiges Schwimmen.
Diese beiden weiteren Eindrücke habe ich mit drei Tagen Abstand etwa Mitte Mai eingefangen. Die Baumkronen sind in den wenigen Tagen noch grüner geworden. Der Wind bewegt den See, in den kleinen Wellen bricht sich das schwache Sonnenlicht des noch frühen Vormittags.
Es tut sich jetzt so viel draußen. Mir schien es die letzten Wochen, als würde innerhalb weniger Stunden der Baum vor unserem Haus seine Blätter verdoppeln. Im letzten Frühling war ich nicht so viel draußen, vielleicht erlebe ich diese Zeit deshalb jetzt umso intensiver. Ich habe noch nie soviel Vögel gesehen wie in diesen Wochen, dabei komme ich aus einer Kleinstadt. Vor zwei Wochen saß z. B. ein Eisvogel am Ufer der Wandse! Ein Stück weiter staksten Fasane auf der feuchten Wiese. Viele Zaunkönige, Rotkehlchen, Tauben, Amseln, jede Menge Enten und Gänse. Daneben habe ich aber noch ganz anderes buntes Vogelvolk gesehen, dass ich gar nicht kenne.
Unten gibt es meinen 12tel Blick nochmal im Verlauf der letzten fünf Monate. Einse sehr reduzierte Farbpalette, aber ich bin wieder damit versöhnt.























