{Alstereisvergnügen}
Gewöhnlich stürze ich mich nicht in solch ein Getümmel.
Aber meine vier Damen bekamen so große Augen, als sie weiter oben im Eilbektal einige Leute auf dem Eis sahen, dass ich mir dachte, naja, du kannst ja mal kurz an der Alster vorbeifahren.
Mit mal eben war es aber nicht getan. Zunächst einmal war kein Parkplatz zu finden. Einige Seitenstraßen waren so zugeparkt, dass der fahrende Verkehr nicht vor, nicht zurück konnte. Kurzfristig entschlossen, den Rückwärtsgang einzulegen, hätte ich fast noch eine dicke Beule in das hinter mir wartetende Auto gefahren hätte. Ist aber noch mal gut gegangen. Irgendwann ging es dann erstmal weiter. Bis wir an der Alster waren.
Ampel rot, okay, die Fußgänger gehen über die Straße. Ampel grün, die Fußgänger gingen weiter über die Straße. Ampel rot, immer noch alles voller Fußgänger. Am nächsten Zebrastreifen war es noch schlimmer. Da nahm der Fußgängerstrom kein Ende mehr. Nach einer kleinen gefühlten Ewigkeit zeigte sich ein älterer Herr gnädig und hielt die Fußgänger für mich an. Toll! Ein Mensch, der mitdenkt, ich war ja nicht das einzige Auto, dass abbiegen wollte. Ich nickte ihm freundlich und dankbar zu und bekam tatsächlich einen Parkplatz direkt an der Alster! In den vielen Jahren, die ich hier lebe, hatte ich noch nie einen Parkplatz direkt am Wasser. Schon gar nicht am Samstag.
Aber da waren wir nun. Natürlich zu kalt angezogen, denn wir wollten ja nur in die Bücherhalle. Aber gut.
Meine Damen konnten gar nicht schnell genug das Eis erreichen, während ich vorsichtig eiernd hinter ihnen herlief. Vorbei an dem Schild mit der Warnung: “Hier besondere Einbruchgefahr!”. Schon waren wir auf dem Eis. Mit all den anderen Menschen und das Eis hielt. الحمد لله.









