Dem Sturm trotzen {Apfel-Mandelmuffins}

Kalt ist´s mir heut´. Stürmisch da draußen. Die großen starken Bäume biegen sich ganz beachtlich im nordischen Wind. Ich hab´s mir mit einem Süppchen gemütlich gemacht, die Mädchen lassen  sich durchpusten und widmen sich ihrer Entdeckerlust und erproben sich gemeinsam mit ihren Freunden. Mit dem kleinen Sonntagssüß in der Hand springen sie von Stein zu Stein und radeln um die Wette. Kindsein ist schön.

Muffins. Für ein bißchen mehr Kraft kommen Mandeln hinein. Ein paar Vitamine durch den geriebenen Apfel und das gute Olivenöl.

Also, einmal im Ganzen:

60 g gemahlene Mandeln, 120 g Dinkelvollkornmehl, 70 g weißes Mehl, 125 g Zucker, 1 gestr. TL Natron und 1 TL Backpulver werden in einer Schüssel vermischt.

Dann reibt man den gewaschenen Apfel mitsamt Schale auf einer feinen Reibe und vermischt das Obst mit ein paar Spritzern Limettensaft.

In einer zweiten Schüssel verquirlt man 1 Ei und 2 Eidotter (oder einfach 2 Eier; ich nehm das Eiklar aber immer für die Quarkmousse), 60 ml Olivenöl und 150 ml Buttermilch (andere Milch geht auch).

Dazu kommt anschließend rasch mit einem Löffel hineingerührt das Mehlgemisch (nur kurz mischen) und der geriebene Apfel.

Sofort in die vorbereiteten Muffinförmchen geben, jeweils mit einer ganzen Mandel garnieren und im vorgeheizten Backofen bei 190° C 20-25 Min. goldbraun backen. 2-3 Min. in der Form belassen und dann auf einem Kuchenrost abkühlen lassen.

Meine Apfel-Mandelmuffins finden wieder Platz auf der Tafel, heute gepinnt und gesammelt von Nina.

Goldjungs

In diese kleinen Goldstücke habe ich mich verliebt. Ein kerniges, nicht zu süßes Innenleben, ein knuspriges Mäntelchen obenauf, schön locker aufgegangen und gekrönt mit dem Geschmack aromatischer reifer Bananen.

Muffins, von mir lange ein wenig verschmäht, zu Unrecht, denn nicht nur, dass sie perfekte kleine Portionen sind, sie sind auch unschlagbar einfach und schnell zuzubereiten:

  1. 50 g Weizen mahlen, mit 100 g Haferflocken, 175 g Mehl, 2 ½ TL Backpulver und 160 g Zucker mischen.
  2. 60 g weiche Butter, 175 ml Milch, 2 Eier und 2 kleine zermuste Bananen in einer zweiten Schüssel verrühren.
  3. Mehlgemisch mit einem Holzspatel zügig unter die flüssigen Zutaten heben, nicht rühren, nur locker verbinden lassen.
  4. Den Teig auf ein mit Papierförmchen ausgelegtes 12er-Muffinblech verteilen.
  5. Bei 210°C ca. 15 Minuten goldbraun backen.
  6. Einige Minuten in der Form stehen und dann auf einem Kuchenrost vollständig abkühlen lassen. Fertig und genießen :) .

Meine Golden Banana Muffins hüpfen jetzt mit auf die Tafel, die heute von Katrin mit Sonntagssüßem gedeckt wird.

KAL-Neustart mit Heidelbeer-Muffins

Manches wird einfach nichts.

Die Dinge passen nicht zusammen.

Bei mir passte mein Mohair-Garn nicht zum Muster und schon gar nicht zu meinem bescheidenen Können.

Am Montag war ich schon auf dem Weg zur Bibliothek  (Notiz an mich: Heute musst du hin!), als ich plötzlich innehielt, weil etwas mir sagte: So nicht! Es geht nicht, dass du immer wieder Neues suchst anstatt bei dem zu bleiben, was du hast.

Mein Besitz an kreativen Zeitschriften hatte sich in den letzten Wochen seit Beginn des Frühjahrsjäckchen-KAL reichlich vermehrt, sogar zwei Bücher haben den Weg auf meinen Schreibtisch gefunden. Nicht dass ich sie nicht hinreichend gewälzt hätte, um mein passendes Modell zu finden, aber irgendwie… .  Nun ja, es gab ja auch noch die Bibliotheks-Bücher und da war auch so viel Schönes, das ich unbedingt probieren wollte. Und irgendwie mag ich Neues. Ich mag es, neue Dinge zu sehen, zu finden, zu haben. So sehr, dass ich dabei meine Liebe zu Altbewährtem vergesse.

Nun, ich hielt also inne. Ich blätterte noch einmal durch mein Kurvenbuch und plötzlich sah ich es: mein Modell. Aus Mohair. Genau wie das Garn, das ich vor mir liegen hatte. Ich rechnete ein bißchen hin und her und es passte. Mein Garn reichte! Wie hatte ich das vorher übersehen können? Ich hatte sogar die passenden 9er-Stricknadeln und die lachten mich besonders an, denn dicke Stricknadeln sind quasi ein Versprechen, schnell bzw. nicht unendlich langsam wie sonst voranzukommen.

Ich musste gleich anfangen und nachdem ich ein paar Anfangsschwierigkeiten mit dem flauschigen Garn hatte, habe ich jetzt das Gefühl, es passt. Maschenprobe? Nein. Ich mochte nimmer.  Außerdem wird die mit 8er-Nadeln gemacht und die hatte ich eben nicht. Die kommen beim Modell auch erst ab der erhöhten Taille. Und ich bin ja noch gaaanz am Anfang. Es geht aber voran und ich freu mich. Endlich. الحمد لله.

Vor den nächsten Runden – ich muss noch ein passendes Garn finden, das zu dem Pink passt, weil einige Reihen mit einer anderen Farbe gestrickt werden – gibt es aber erstmal Frühstück. Heidelbeermuffins.

Meine habe ich so gemacht:

2 Eier, 150 ml Buttermilch, 100 ml Rapsöl und ¼ TL gemahlene Bourbon-Vanille in einer Schüssel verquirlen. In einer zweiten Schüssel 200 g Mehl und 50 g Vollkornmehl, 125 g Zucker, 2 TL Backpulver und ½ TL Salz vermischen. Mit einem Spatel das Mehl unter die flüssigen Zutaten heben und zum Schluß 200 g gefrorene Heidelbeeren vorsichtig untermischen. Nur wenig gerührt, damit die Beeren nicht den Teig einfärben. In ein mit Papierförmchen bestücktes 12er-Muffinblech gefüllt werden die Muffins ca. eine halbe Stunde bei 190°C goldbraun gebacken.

Ob noch mehr Pläne überworfen wurden, erfahrt ihr beim Klick auf Catherines Linkliste.

Moodfood {Schokoladenmuffins}

Einen schweren Kopf habe ich immer noch. Macht aber nichts, denn eine Erkältung dauert meistens so ungefähr zwei Wochen und davon habe ich schon eine fast rum :). Halbzeit also und vielleicht gerade der Höhepunkt, da brauchte es heute was Schokoladiges für´s Gemüt.

Mit den kleinen feinen Kuchen nach einem Rezept von Julie Andrieu haben wir uns heute den Sonntag versüßt und es ging gleich ein ganzes Stück besser. الحمد لله.

 

20 g Vollmilch- und 40 g Zartbitterschokolade (80% Kakao) werden in Stücke gebrochen und im Wasserbad geschmolzen.

Man nimmt die flüssige Schokolade beiseite und lässt sie abkühlen.

Der Backofen wird auf 160°C vorgeheizt und ein Muffinblech (12er Form) mit Papierförmchen ausgelegt.

In eine große Schüssel siebt man nacheinander 300 g Mehl, 30 g Kakaopulver, 1 Päckchen Backpulver, ½ TL Natron und ½ TL Salz und mischt alles miteinander.

In eine zweite Schüssel gibt man 230 ml Vollmilch, 200 g Zucker, 130 ml neutrales Öl, 2 Eier und ½ TL gemahlene Vanille und rührt alles miteinander schaumig.

Die flüssige Mischung wird in das Mehl gegossen und alles mit einem Spatel vermischt. Wenn sich die Zutaten gerade verbunden haben, kommt die erkaltete Schokolade hinein. Mit dem Mixer rührt man diese gerade mal 20 Sekunden unter.

Der Teig wird nun auf die 12 Förmchen verteilt und 10 Minuten bei 160°C, dann nochmal 10 Minuten bei 180°C gebacken, dadurch gehen sie sehr schön auf und werden wunderbar weich und locker.

Die samtig-braunen kleinen Kuchen sollen noch 10 Minuten in der Form bleiben, bevor sie auf einem Kuchengitter auskühlen  und gleich danach das Gemüt besänftigen dürfen.

Die sonntagssüße Tafel wird heute von Katrin gedeckt – bei ihr geht es heute auch köstlich schokoladig zu.