Eine langweilige Zeitung und eine Armada von Schmetterlingen (DIY)

Kleine zarte Geschöpfe. Wunderschön anzusehen. Von weitem. Von nah betrachtet sieht man mehr als die schimmernden Flügel und als Kind hat mir der dunkle graubraune Körper Angst gemacht. Zwei Seiten also, die schöne und die etwas hässliche leicht verborgene Unterseite. In jedem Ganzen steckt Gutes und weniger Gutes, Offensichtliches und Verborgenes. Das lehrt, genauer hinzuschauen und zu erforschen, was hinter dem Offensichtlichen steckt. Bei der zweiten oder dritten Betrachtung macht auch das Häßliche seinen Sinn und die Meinung relativiert sich. Es gibt eben nicht nur das Eine und die zweite, weniger geliebte Seite anzunehmen und damit zu leben, ist eine Herausforderung für´s Leben.

Mir fällt es immer noch schwer, meine eigenen schlechten Seiten zu akzeptieren, bei anderen ist es ein wenig leichter, aber wenn sie meinen Prinzipien zuwiderlaufen oder mich verletzen, muss ich ganz schön über meinen Schatten springen, um immer noch zu mögen.

Viele Verletzungen machen erst traurig, dann wütend, dann verzweifelt, dann lethargisch und kalt. Jetzt die Sonne, das Licht und die Wärme zu finden im ganz normalen Alltag ist schwierig, aber überlebenswichtig. Eine weitere Herausforderung für das Leben. Manchmal weiß ich nicht, ob es mir gelingt und ob meine Gelassenheit und Gottvertrauen nicht einfach nur Apathie ist, doch solange das Herz noch fühlt… ist hoffentlich alles in Ordnung.

Schmetterlinge habe ich jedenfalls auch mit ihrem weniger schönen Körper akzeptieren können, ihr Reiz, ihre Leichtigkeit und Zartheit und ihre leuchtenden Farben, lassen alles andere in den Hintergrund treten. Sie sind faszinierend durch ihre Verwandlung und sie scheinen das Leben leicht zu nehmen.

 

Genau passend zur Jahreszeit sollten die kleinen Falter auch unsere Wohnungstür verschönern und ihre Leichtigkeit verbreiten, ein kleines Lächeln beim Anblick der zarten Geschöpfe, bevor es aus der weiten Natur und großen Stadt in das enge Zuhause geht.

 

Für diesen Kranz braucht es nicht mehr als eine alte langweilige Zeitung, vier Blätter Druckerpapier und einige Blättchen bunten Papiers.  Bei mir waren es die kleinen Zettelchen, die man von der Bank zum Einrollen von Kleingeld bekommt. Dazu etwas Tesafilm, eine passende Kordel oder Schnur, Kleber und Schere.

Hat jemand Lust, es nachzumachen?

1. Das bunte Einrollpapier in der Breite ausmessen.

2. Die obere Kante gleichlang abschneiden, so dass Quadrate entstehen. (Rot = Kantenlänge 12 cm, beige = Kantenlänge 11,4 cm)

3. Quadrate mit der Schrift nach außen einmal quer falten.

4. Noch einmal zur anderen Seite quer falten und dann die zwei Diagonalen falten. Hier gibt es dazu eine tolle Anleitung. Der Anleitung folgen und Schmetterling fertig falten. Wenn man die Schrift hinterher nicht sehen soll, sollte sie wie hier in Schritt 4 gezeigt, innen liegen.

 

Man kann jetzt wie bei Karen gezeigt die Schmetterlinge mit Stempelfarbe schwärzen, um sie plastischer erscheinen zu lassen und ihnen den Hauch Antik zu verleihen, den manche so gerne mögen.

Ich hatte keine da und habe mich mit Graphit beholfen:

5. Bleistifte anspitzen und die Späne auf einem Papierrest sammeln.

6. Holzspäne beiseite legen (Müll).

7. & 8. Finger in das Graphit tauchen und auf den Schmetterling reiben. In der Mitte, an den Kanten und Spitzen und in den Einkerbungen zwischen oberen und unteren Flügeln.

Fertig.

Kranz:

1. Sieben Dopplseiten eines Wochenblatts quer in Streifen schneiden. Aus den Streifen von drei Doppelseiten ein Grundgerüst für den Kranz drehen. Erst etwas flechten, dann in sich drehen, bis es zusammenhält. Das hat mich einige Nerven gekostet, deshalb auch keine weiteren Fotos.

2. Mit den Streifen der restlichen vier Doppelseiten nun das Grundgerüst umwickeln. Enden auf der Rückseite mit etwas Tesafilm sichern.

3. Zwei Blätter des Druckerpapiers in schmale lange Streifen schneiden und den Kranz weiter umwickeln.

4. Noch zwei Blätter Druckerpapier in schmale Streifen reißen und ebenfalls umwickeln.

Fertig.

 

Die Schmetterlinge nun nach Geschmack auf dem Kranz verteilen. Ich hatte vier beigefarbene und 8 rote. Am bequemsten ist das Kleben mit Heißkleber. Vielleicht ergänze ich noch einen einzelnen blauen Schmetterling?

Die Kordel noch um den Kranz wickeln und an der Tür aufhängen. Willkommen Leichtigkeit!

 

Und das alles für umme :).

Origami-Box-Tutorial

Ich liebe Praktisches, besonders Schachteln, Kistchen, Dosen, Körbe,
um meinen ganzen Kleinkram zu verstauen.
Schachteln aus Papier – Origami-Schachteln – sind aber der absolute Clou.
Sie sind einfach spitze, weil man sie immer haben kann, wenn man erstmal den Trick des Faltens beherrscht, sie sind billig bzw. kostenlos, wenn man Altpapier recycelt, originell und kreativ.

Hier ist ein kleines Tutorial für eine Origami-Box mit etwas höheren Wänden.
Enjoy!

Ein Din A 4 – Blatt zu einem Quadrat schneiden.

Alle vier Ecken zur Mitte falten.

Papier wieder auseinanderfalten – das sieht dann so aus:

Zwei gegenüberliegende Ecken wieder zur Mitte falten.

Die Seiten mit den eingeklappten Ecken übereinanderfalten (dritteln).

Wieder auseinanderfalten.

Blatt um 90° drehen und die beiden anderen Ecken wieder zur Mitte falten.

Violett zeigt die bereits gefalteten Linien. In Grün erscheinen die Linien, die jetzt gefaltet werden.

Blatt wieder auseinanderfalten.

Papier wenden.

Das Blatt zur Hälfte klappen, aber nicht falten – nur halten und dann die Mittellinie nur bis zum ersten Kästchen (Diagonale) falten, wie auf dem Foto zu sehen.

Auf der anderen Seite dieser Mittellinie ebenfalls nur bis zum ersten Kästchen falten.

Diesen Vorgang mit den anderen beiden Seiten wiederholen.

Hier sehen wir die gerade eben gefalteten Linien.

Blatt wieder wenden.

Zwei gegenüberliegende Ecken hochnehmen und entlang der grünen Linie einklappen.

Die Seitenwände stehen jetzt so hoch.

Die vordere Klappe (siehe Foto oben) ebenfalls hochklappen, dabei mit den Fingern seitlich drücken, so dass sich das Papier übereinanderfaltet. Auf der gegenüberliegenden Seite ebenso vorgehen.

Die Ecken über die neu entstandenen (vorderen und hinteren) Seitenwände klappen.

Alle vier Ecken treffen sich nun im Innern der Schachtel.

Fertig.

Von unten sieht die Schachtel so aus – ganz ohne Falzlinien:

Ein Blatt Papier…

…und sonst nichts zur Hand, um ein kleines Geschenk hübsch zu verpacken?

Meine Gehirnwindungen wurden hierbei kräftig auf Touren gebracht, denn all die Knicke in diesem Stück Papier müssen nachgefaltet und so in Form gebracht werden, dass ein kunstvoller Deckel für eine Origamibox entsteht.
Mit einem zweiten Stück quadratischen Papier wird das passende Unterteil gefaltet.
Fertig ist die Geschenkschachtel für selbstgemachte Pralinen, Seife oder Schmuck.

Geschenkschachtel – Origami-Box

Meine Tochter benötigte für ein kleines Geschenk noch die passende Verpackung.
Gratis-Scrapbookpaper fanden wir im Netz und eine schöne Idee, eine simple Origami-Schachtel (Masu-Box) mit Deckel aufzupeppen, fanden wir auch.
Hier ist das Ergebnis:

Die Box ist aus je einem Din A4 -Tonpapier  für Deckel und Schachtel entstanden, welches zuvor quadratisch zugeschnitten wurde. Wichtig ist dabei, das Papier für den unteren Teil der Schachtel  geringfügig (Seitenlänge a minus ca. 4mm) zuzuschneiden, damit sich die Schachtel hinterher gut zusammenstecken lässt.
Die Größe der Schachtel ist ideal für ein paar Ohrringe (überhaupt Schmuck) und andere Kleinigkeiten.
Die fertige Schachtel mit Deckel hat eine Seitenlänge von 7,4 – 7,5 cm.

Natürlich wollte S. auch gleich so eine Box für ihre Origami-Frosch-Sammlung: